10.09.2026 07:00
«Kurhotel Kamor» überzeugt vor ausverkauften Rängen
Kürzlich feierte die Freilichtbühne mit ihrem Stück «Kurhotel Kamor» Premiere. Die 720 Besucherinnen und Besucher waren begeistert vom Ensemble und würdigten deren Leistung mit einem minutenlangen Applaus.
Rüthi Am vergangenen Freitagabend wurde das imposante Gebäude vom «Kurhotel Kamor» mit seinen rund zwölf Metern Höhe und 17 Metern Breite mit Leben gefüllt. Darin spielt die Geschichte einer jungen Hotelière, die das Hotel vor einigen Jahren von ihrem Vater übernommen hatte. Das Hotel diente in der Zeit vor 1919 als Kriegslazarett und kämpft nach Ende des Ersten Weltkrieges ums Überleben. Für einen Neuanfang fehlt dem Rheintaler Nobelhaus das Kapital. Doch dann wendet sich die Hotelleitung in ihrer Not an einen Investor aus Zürich, der nicht nur das Hotel, sondern den ganzen Ort in eine Attraktion verwandeln möchte. Die Dorfidylle soll einer spektakulären Touristenattraktion für Zehntausende Gäste aus aller Welt weichen. Doch dagegen wollen sich die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner wehren. Und als der Widerstand schliesslich eskaliert, droht den Menschen im Kurhotel Kamor ein weitaus schlimmeres Schicksal als die finanzielle Pleite. Zweckbündnisse zerbrechen, Affären kommen ans Licht und Träume werden begraben. Und irgendwann reicht auch der Champagner nicht mehr aus, um den schönen Schein aufrechtzuerhalten.
Ein Gemeinschaftswerk
«Ich bin sehr stolz und demütig, was der ganze Verein wieder auf die Beine gestellt hat», betonte Simon Büchel, OK-Präsident der Freilichtbühne Rüthi an seiner Ansprache, bevor die Aufführung begann. Dabei lobte er vor allem auch die Kreativität und das Können des Bauteams, das für die zehnte Produktion der Freilichtbühne Rüthi ein imposantes Bauwerk auf dem Spielareal Werben errichtet hat. Nebst dem «Kurhotel Kamor» befindet dich zudem das Gasthaus «zum goldenen Ochsen», ein Lebensmittelladen und eine Seilbahn auf dem Areal. Nebst Spezialeffekten, die im Laufe der Proben noch aufgrund der Feuerregelungen angepasst werden mussten, können sich die Besucherinnen auf Live-Musik und eine detailverliebte Ausstattung sowie ein Stück freuen, bei dem es keine Minute lang langweilig wird. Noch stehen dem Ensemble in den jeweils zwei Besetzungen noch 13 Aufführungen bevor, um die Besucherinnen und Besucher in eine authentische Welt zu entführen, in der man spürbar merkt, dass man sich mit Geld doch nicht immer alles kaufen kann.
Von Manuela Müller
Weitere Informationen
und Tickets unter:
www.kurhotelkamor.ch