15.04.2026 07:00
Wenn der Weg das Ziel ist
Rund 1'400 OL-Läuferinnen und -Läufer haben sich für das Rheintaler OL-Weekend angemeldet. Das Laufevent findet am Samstag, 18. April im Schwammwald oberhalb von Oberriet und am 19. April im Altstätter Städtli statt und bietet damit eine OL-Premiere.
OrientierungslaufEs ist das Saisonhighlight und ein Geschenk zum 70. Geburtstag des Vereins für die Organisatoren der OL-Gruppe (OLG) St. Gallen/Appenzell. ««Wir sind mit dem Stand der Vorbereitungen zufrieden. Insbesondere mit dem Langdistanzlauf im Schwammwald können wir der nationalen OL-Szene einen Leckerbissen bieten», sagt Laufleiter Erwin Wälter aus Altstätten.
Erschliessung eines neuen Laufgebiets
Die Erschliessung eines neuen Laufgebietes für einen nationalen OL kommt bei Weitem nicht jedes Jahr vor. Damit überhaupt erstmals im Schwammwald ein OL durchgeführt werden kann, bedarf es allen voran einer neuen OL-Karte. Für diese ist der professionelle Kartograf Beat Imhof aus Marbach verantwortlich. In akribischer Kleinarbeit hat er praktisch jedes Detail im Gelände erfasst. «Entsprechend einem Raster von 20 bis 50 Metern bin ich den Wald abgeschritten und kenne nun jeden Winkel», sagt Imhof. Seine GPS-Daten belegen das eindrücklich. Zurück im Büro überträgt er dann unter anderem die erfassten Rinnen, Kuppen, Dickichte in eine Kartensoftware. Auf etwa 120 Stunden im Wald sowie 60 Stunden vor dem Bildschirm summierte sich Imhofs Aufwand für die Erstellung der Schwamm-Karte.
Ebenfalls für einen beträchtlichen Aufwand sorgte der Erhalt der Laufbewilligung im Schwammwald: Im Innerrhoder Teil darf nicht gelaufen werden, ein Rekurs wurde abgelehnt. «Auf St. Galler Boden haben wir letztlich eine ausreichende Fläche erhalten. Die positive Einstellung des Gemeindepräsidenten von Oberriet hat uns dabei sehr geholfen. Dank der kooperativen Haltung der Stadt und Schule Altstätten ist zudem der Sprintwettkampf im Städtli problemlos durchführbar», sagt Wälter.
Rückhalt aus der Region
Mit 1'400 Teilnehmenden aus allen Teilen des Landes wird die magische 1’000er-Marke des Montlinger Dorf-OL’s am kommenden Wochenende geknackt. Etwa 140 Helferinnen und Helfer pro Tag sorgen für einen reibungslosen Ablauf. «Nur dank der Unterstützung lokaler Vereine ist es möglich, dass wir vom Verkehrsdienst bis zur Festwirtschaft genügend Personal zur Verfügung haben», sagt Wälter. Das Herz des Anlasses wird an beiden Tagen die Schulanlage in Altstätten bilden. Am Samstag werden die Teilnehmenden von dort aus mit Shuttlebussen in die Nähe von Oberriet transportiert, wo es dann zu Fuss weiter zum Start geht. Am Sonntag wird das Städtli zum OL-Gelände. Dadurch kann es zu Verkehrsbehinderungen – ähnlich dem Altstätter Städtlilauf – kommen. «Das Einvernehmen mit den privaten Anstössern ist uns sehr wichtig: Sie gelangen jederzeit zu Ihren Liegenschaften», sagt Wälter. Beim Sprint im Städtli werden wiederum Kategorien mit einfachen OL-Bahnen für Einheimische, insbesondere Familien, angeboten. Die Anmeldung ist von 8.30 bis 11 Uhr direkt im Schöntal möglich.
Von Manuela Müller
Verkehrsbehinderungen Altstätten
Aufgrund des nationalen OL-Sprints am Sonntag, 19. April, kommt es in der Zeit von 9.30 bis 14 Uhr zu Verkehrseinschränkungen. Der Durchgangsverkehr wird wie beim Städtlilauf auf der Achse Brügglikreuzung-Bahnhofstrasse-Rathauskreisel-Breite-Frauenhofplatz umgeleitet. Im Unterschied zum Städtlilauf ist aber im Laufgebiet der Zubringerverkehr und der ÖV jederzeit möglich.