Die Umwelt ernst nehmen
Am vergangenen Freitag, 10. April, wurde der Golfclub Gams von Swissgolf für seine umweltgerechte, soziale und wirtschaftlich verantwortliche Betriebsführung zertifiziert.
Freuen sich über die GEO-Zertifizierung des Golfclubs Gams-Werdenberg von Swissgolf. (vl.n.r.): Joe Müller (Head Greenkeeper), Gabriella Reato (Clubvorstand), Rolf Künzler (VR- und Clubpräsident), Doris Rechsteiner (Geschäftsführerin Swissgolf) und Reiner Horlacher (Clubmanager). mm
Am vergangenen Freitag, 10. April, wurde der Golfclub Gams von Swissgolf für seine umweltgerechte, soziale und wirtschaftlich verantwortliche Betriebsführung zertifiziert.
Golf Seit dem Bestehen des Golfplatzes 2008 kümmert man sich in Gams um die Natur und die Landschaft. «Wir haben in unserem Unterhalts- und Pflegereglement vor allem den Zielen der grösstmöglichen Schonung der Umwelt, der Erhaltung und Entwicklung der neu geschaffenen Lebensräume und deren Vernetzung derer innerhalb und ausserhalb des Platzes sowie der Förderung der standortgerechten Pflanzen wie Hecken und Wiesen, sowie bedrohter Pflanzen- und Tierarten gewidmet», erläutert Clubpräsident Rolf Künzler bei der feierlichen Übergabe. Doch weshalb hat man sich entschieden, trotz dem bereits jahrelangen Engagement für die Umwelt, sich der GEO-Zertifizierung zu unterziehen? «Wir wollen damit zeigen, dass wir nicht die hochnäsigen oder elitären Golfer sind. Wir nehmen die Themen ernst und wollen aufzeigen, dass durch einen Golfplatz die Natur nicht ausgebeutet, sondern bewusst gehegt und gepflegt wird», betont Künzler.
Mit dem Pflegereglement wurde zudem eine Fachkommission ins Leben gerufen, die sich aus Vertretern des St. Galler Amtes für Natur, Jagd und Fischerei, Vertreter der politischen oder Ortsgemeinde Gams, Vertreter der Naturschutzgruppe Gams, einem externen Berater und mit Vertretern des Golfclubs Gams-Werdenberg - unter anderem Gabriella Reato - zusammensetzt. Die Kommission beriet jährlich über die Einhaltung und Verbesserung der Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und Biodiversität. Dabei wurde unter anderem der Verbrauch von Wasser, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder Dünger, der Zeitpunkt der Rasenpflege oder die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt auf dem Golfplatz unter die Lupe genommen. Um weitere Lebensräume zu schaffen, wurden auf dem Golfplatz Stein- und Ästehaufen, Stangen für Greifvögel, einen Nistplatz für einen Uhu und Bienenvölker geschaffen und angesiedelt. Darüber hinaus gab es ein dauerhaftes Monitoring der Vögel, Amphibien sowie der Fauna.
«Die GEO-Zertifizierung ist ein gutes Werkzeug, um die nachhaltigen Anstrengungen sichtbar zu machen», erklärt Doris Rechsteiner, Direktorin Marketing / Services von Swissgolf am vergangenen Freitagabend. Der ressourcenschonende Betrieb sei extrem wichtig, bekräftigt Rechsteiner. «Inzwischen sind 60 Clubs zertifiziert, 14 Clubs sind noch an der Zertifizierung dran. Somit sind 74 von 98 Golfclubs in der Schweiz bereits denselben Weg gegangen und weiter gehen», erklärt die Direktorin freudig. Sie habe bei ihrem Besuch erlebt, dass Nachhaltigkeit beim Golfclub Gams-Werdenberg kein Fremdwort sei und erfahren, dass seit 2008 verschiedene Massnahmen getroffen wurden. So haben auf der Golfanlage beispielsweise verschiedene Schmetterlingsarten wie Bläulinge oder Schwalbenschwänze, Amphibien wie der Grasfrosch oder die Erdkröte, die Plattbauchlibelle sowie Vogelarten wie der Distelfink, Grünspecht oder der Zwergtaucher auf dem Golfplatz ihr Zuhause gefunden.
Von Manuela Müller
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